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Schon im Mittelalter stand im Mittelpunkt Garmischs, neben der Kirche mit den Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert, eine Einkehr mit dem Namen „Reiser´sche Weinwirtschaft“. Nach dem Augsburger Kalender
von 1800 quartierten sich während der Napoleonischen Kriege auf dem Weg nach Tirol eine Abteilung französischer Husaren und ein Kommando verbündeter bayrischer Infanteristen hier ein, da das Weiterkommen an
der Festung in Scharnitz scheiterte. Der Aufenthalt der Soldaten wurde dem damaligen Wirt zu einer so grossen Last, dass er sich entschloss, sie über den heute „Franzosensteig“ benannten Weg durch das Wettersteingebirge
ins Leutaschtal und somit in den Rücken von Scharnitz zu führen, so dass dieses zu Fall kam und Garmisch von der lästigen Einquartierung befreit wurde.
In den folgenden Jahren wurde die Fassade im Empirestil bemalt, wobei der Lüftlmaler Zwink einen Husaren und Infanteristen an einem blinden Fenster hinzufügte, das dem Haus seinen heutigen Namen verlieh.
Im blühenden Fremdenverkehrsort Garmisch spielte das Hotel Husar eine grosse Rolle: Wie in den Gästebüchern nachzulesen ist, erholten sich hier bayrische Könige, wie König Ludwig I. und König Max II. ebenso wie
auch fast alle Mitglieder des Wittelbacher Hauses. König August von Sachsen, König Friedrich Wilhelm von Württemberg, und in der Folge Wissenschaftler, Dichter, Schauspieler und Künstler von Kobell
bis Heinz Rühmann geben Zeugnis von der belebten Geschichte des Hauses.
1974 wurde das Hotel geschlossen, verkauft und abgerissen, doch der Denkmalschutz rettete das alte Vorderhaus. Um ein Stück Garmischer Geschichte zu erhalten, kaufte die Marktgemeinde 1980 den Husar.
1986 übernahm die Familie Merget den Husar und errichtete in den alten Mauern
ein Restaurant. Seit 2004
führen Verena Merget und Christian Pietrzak erfolgreich diese Tradition weiter.
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